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Uferpromenade in Garda
Uferpromenade in Garda

Garda


Garda, das dem See seinen Namen gab, liegt in einer kleinen, von grünen Hügeln umsäumten Bucht. Das Flüsschen Tesino fließt durch den Ort und mündet in den Gardasee. Von ersten menschlichen Ansiedlungen zeugen Spuren von Pfahlbauten.
Unweit der Seemole stößt man auf den auffälligen Palazzo Losa mit seinen wunderschönen Arkaden und Loggien. Der Baumeister Sanicheli schuf ihn im 16. Jahrhundert. Die Pfarrkirche Santa Maria Maggiore aus dem 15. Jahrhundert erhebt sich vor dem südlichen Stadttor außerhalb der ehemaligen Stadtbefestigung. Der Kreuzgang sowie die Altarbilder (15. Jahrhundert) von Palma Giovanni und Francesco Paglia des 1774 und 1830 barockisierten Gotteshauses verdienen wegen ihrer hohen malerischen Qualität besondere Beachtung. Reizvoll sind die alljährlich im Innenhof stattfindenden klassischen Konzerte.

Am Ortsausgang in Richtung Torri leuchtet die karminrote Villa Albertini aus einer dunkelgrünen Parkanlage heraus.

Der schlossähnliche Bau wurde im 15. Jahrhundert erbaut und beherbergte schon vornehme Gäste: König Carlo Alberto nahm hier am 10. Juni 1848 die Urkunde in Empfang, welche den Anschluss der Lombardei an das Piemont besiegelte.

Einige Jahre später verweilte Max II. von Bayern in dem kleinen Palast mit zinnengekrönten Ecktürmen. Für ungeladene Besucher bleiben allerdings die Tore geschlossen, denn wie die meisten edlen Bauwerke, so ist auch dieser seit altersher in Privatbesitz.

Der heute 3.500 Einwohner zählende Ferienort gelangte im Mittelalter dank Karls des Großen, der es zur Grafschaft Garda mit Rechtsprechung über das ganze umliegende Gebiet erhob, zu Einfluss und Reichtum. Zu dieser Zeit benannte man den See, der zuvor den römischen Namen lacus Benacus inne hatte, auf Gardasee um. Bewundernswerte Palazzi spiegeln den Einfluss venezianischer Herrschaft im 14. Jahrhundert wider. Allen voran der Palast Capitani auf der Piazza Catullo am Hafen. Das damals bis vor die Eingangstür des Palastes führende Hafenbecken fiel der künstlich aufgeschütteten Seemole zum Opfer.

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