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Halbinsel Jasmund

Weiße Küste
An der Ostküste zwischen Lohme und Sassnitz befindet sich auf rund 15 km Länge die Kreidefelsen-Steilküste mit dem bekanntesten und meistbesuchten Felsvorsprung, dem Königsstuhl. Dort ragen die weißen Klippen bis zu 118 m steil aus dem Meer. Durch die ausgewaschene Kreide strahlt die Ostsee hier in karibischem Türkis. Die Steilküste ist Teil des kleinsten Nationalparks in Deutschland, dem 3000 ha großen Nationalparks Jasmund. Auf einer Fläche von rund 2400 ha beherbergt er das geschlossene Waldgebiet der Stubnitz. Aktive Kliffhänge, Quellen, Bäche, Seen, und verschiedene Moore und Flachwasserzonen der Ostsee umfasst das Gebiet ebenfalls. Bestaunen Sie die Küste vom Meer aus bei einer Bootsfahrt.

Im Süden der Halbinsel befindet sich ein weiteres Naturphänomen, die Feuersteinfelder bei Neu Mukran. Auf einer lang gezogenen Fläche von 40 ha entstanden 14 grauweiß schimmernde, etwa 1 m hohe Wälle aus Feuersteinen. Ganz im Nordwesten der Halbinsel Jasmund, eingebettet in eine schöne Landschaft und mit Blick auf den Großen Jasmunder Bodden, liegt das Schloss Spyker. Gebaut wurde der eindrucksvolle Backsteinbau in der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Für Naturfreunde, Liebende, Romantiker, Genießer und Wanderer ist Lohme ein Paradies. Berühmt ist es für seine traumhafte Lage, die schönsten Sonnenauf- und -untergänge der Insel, die herrlichen Wanderwege, den Blick zum Kap Arkona, den Schwanenstein und den kleinen Seglerhafen.

Sagard war das älteste Heilbad auf der Insel Rügen. Die stark eisen- und mineralhaltige Heilquelle befindet sich noch in der Brunnenaue, in der im Mai und Juni die Nachtigallen singen. Von hier aus gelangt man zu den schönsten Badestränden der Insel Rügen, die im Hinterland durch abwechslungsreiche Landschaften mit aufgelassenen Kreidebrüchen, Feuchtwiesen und Gewässern begrenzt werden.
Regionsbeschreibung
Glowe
Der Ferienort Glowe (1.044 Einwohner) befindet sich im Westen der Halbinsel Jasmund. Die Schaabe, eine eine 12 km lange Nehrung, führt zur Halbinsel Wittow. Die zwei Kilometer lange Strandpromenade und eine großzügig angelegte Kureinrichtung wurden im Jahre 2002 fertiggestellt. Das heilsame Reizklima lindert Beschwerden von Atemwegs- und Hauterkrankungen. Glowe gilt wegen seinem feinen Sandstrand und der weitläufigen Bademöglichkeiten mit bester Luft- und Wasserqualität immer noch als Geheimtipp.

Lohme
Die Gemeinde Lohme (537 Einwohner) liegt an der bis zu 70 m hohen Steilküste am nördlichen Rand der Halbinsel Jasmund. Lohme ist als Ausgangspunkt vieler Wanderungen beliebt. Der Nationalpark oder der Hochuferweg nach Glowe sind gut besuchte Ziele. In der näheren Umgebung liegen zwei der größten Findlinge Rügens. Der sogenannte Schwanenstein nahe des Hafens von Lohme und der Findling Nardevitz im gleichnamigen Ortsteil.

Sassnitz
Sassnitz (10.614 Einwohner) ist ein anerkannter Kurort und befindet sich im Osten der Halbinsel Jasmund. Wälder und Kreidefelsen rahmen die Stadt ein. Der Strand im Süden ist sehr fein, weiß und die breiten Dünen mit Strandaufgängen ergänzen das Bild. Am nördlichen Stadtrand von Sassnitz beginnt die Kreideküste und der Nationalpark Jasmund. Imposante Steilhänge, der Geröllstrand am Fuß des Kliffs und ein breiter Streifen des türkisblauen Meeres zählen ebenso zu den Naturschönheiten, wie die Bäche, Moore, Seen und Wiesen.

Sagard
Sieben Kilometer westlich von Sassnitz, im Zentrum der Halbinsel Jasmund, liegt Sagard mit 2.682 Einwohnern. Der Nationalpark Jasmund und der große Jasmunder Bodden grenzen an die Ortschaft. Eine 1795 eröffnete Bade- und Kuranstalt machte Sagard zum ersten Badeort auf Rügen. Dieser Betrieb wurde 1830 eingestellt und die „Historische Parkanlage Brunnenaue“ erinnert heute noch daran. Nach erfolgreicher Teilrekonstruktion kann man wieder die neu angelegten Wege, eingefasste Quellen, Brücken, Treppen und Bänke benutzen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Backsteinkirche St. Michael aus dem 13. Jahrhundert, ein Hügelgrab aus der Bronzezeit und aufgelassene Kreidebrüche. Weiterhin kann man den Martinshafen Sagard besichtigen. Er liegt am Ostufer des großen Jasmunder Boddens. Der Hafen, der die Form eines Kanals aufweist, wird vorrangig von einheimischen Wassersportlern genutzt.

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