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Limone

Limone liegt wie eingezwängt zwischen dem Seeufer und steilen Felswänden, die den Ort vor den kalten Winden schützen. Durch den Bau der Gardesana Occidentale, der Straße, die rund um die Gardasee führt, im Jahre 1930 begann für den Ort eine neue Ära. Während das nördlichste Zitronenanbaugebiet der Welt zwei Jahrhunderte lang von dem Export der damals seltenen Früchte lebte, entdeckte man in den 50er Jahren unseres Jahrhunderts das wesentlich ertragreichere Geschäft mit den Touristen, die nun mühelos mit ihren Goggomobilen und Limosinen in das kleine Dorf rollen konnten. Ohnehin wurde der Verkauf der Zitrusfrüchte immer unrentabler.
Als Zeugen der blühenden Vergangenheit blieben die Pfeiler und Mauerreste dieser riesigen Freiluftgewächshäuser zurück.
Scheint die Herkunft des Ortsnamen auf der Hand zu liegen, so trügt der Schein, denn der Name des Ortes ist nicht auf das Wahrzeichen des Ortes, die Limonen, zurückzuführen. Sein Ursprung liegt in dem lateinischen Wort limes (Grenze). Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges lag Limone an der italienischen Grenze zu Österreich und seit der See (1919) ganz in italienischer Hand ist, ist Limone der letzte Ort der Provinz Brescia, bevor man die nördliche Provinz Trentino erreicht.

Eine seltsame Mischung aus mittelalterlicher Bausubstanz und Hotelanlagen aus den 50er und 60er Jahren prägt den Ort. Doch die landschaftliche Schönheit läßt über diese architektonischen Sünden großzügig hinwegsehen. Überragt werden die Dächer der Altstadt von der barocken Pfarrkirche San Benedetto, die 1685 anstelle einer Kirche aus dem 10. Jahrhundert errichtet wurde. Das Innere schmücken fünf kostbare Altäre, ein Kruzifix aus Buchsbaumholz und ein großes Altarbild, das die Heiligen Antonius und Franziskus darstellt. Es handelt sich um die erste Arbeit des Malers Antonio Moro (1820-1899), der in Limone lebte. Nördlich, oberhalb des Ortes wurde 1436, nach dem Ende einer Pestepidemie, die romanische Kirche San Rocco erbaut und später im Stil der Renaissance ausgemahlt. Die Fassade, die zum See hin schaut, zeigt eine Sonnenuhr mit einer lateinischen Inschrift aus dem Jahre 1707.
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