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Siena und Umgebung

Siena bietet das wahre Flair der Toskana. Seit jehher existiert die Rivalität zwischen Siena und Florenz. Nicht Florenz, die große Stadt der Medici, sondern Siena dürfte die wohl schönste Stadt der Toskana sein. Die vielen gotischen Paläste, Kirchen und Brunnen sind fast unversehrt erhalten. Die Altstadt Sienas wurde auf drei Hügeln errichtet. An der Stelle, wo die drei Hügel zusammentreffen, liegt der Platz der Plätze in der Toskana: Der Piazza del Campo.
Hier wird jedes Jahr am 2. Juli und am 16. August der legendäre Palio ausgetragen, das berühmteste Pferderennen Italiens. Dazu wird der äußere Rand des Platzes mit Sand eingedeckt. In atemberaubender Geschwindigkeit umrunden die Reiter, die übrigens auf einen Sattel verzichten müssen, drei Mal den Platz. Dies ist nicht ungefährlich. Besonders gefährlich ist die Kurve San Martino, wo regelmäßig die meisten Stürze passieren. Die Mitte des Platzes ist mit an die fünfzigtausend Zuschauern gefüllt. Nur wer einmal hautnah dabei war, kann die Wirkung des Platzes nachvollziehen. Vom Piazza del Campo geht es durch die engen Gassen hinauf zum Dom. Der steht in Schönheit dem Fiorentiner Dom in nichts nach. Besonders beeindruckend sind die vielen Mosaikmotive im Fußboden, die derzeit leider durch Restaurierungsarbeiten verdeckt sind. Aber auch von weitem sieht man die Schönheit der auf drei Hügel erbauten Stadt.

Regionsbeschreibung
Casole d'Elsa
Als strategisch wichtige Burg im Tal der Elsa gelegen und schon seit jeher sieneser Bollwerk in einem gegen Volterra und Florenz blutig verteidigten Grenzland, atmet Casole heute die Atmosphäre eines "letzten Vorpostens". Überall sieht man noch die romanischen Überreste von Befestigungsanlagen und Palästen, die im Laufe der Jahrhunderte den Bedürfnissen der Menschen angepasst wurden. Ein Beweis hierfür sind das romanische Kloster der Serviten genau am Ortseingang, oder der Palast aus dem 14. Jahrhundert der antiken Lehnsherren von Casole, der Familie Porrina. Der beste Beweis ist aber die herrliche Stiftskirche Santa Maria Assunta, fast ganz aus Backsteinen auf den Resten einer Ruine erbaut, eingeweiht im Jahr 1161 und seitdem immer wieder umgebaut und verändert. Im Innern können wir unter anderem Werke von Rutilio Manetti, Marco Romano und Gano da Siena bewundern. Wichtige Gemälde (Bernardino Mei, Girolamo del Pacchia) befinden sich im Museum für sakrale Kunst, das im nahegelegenen Pfarrhaus eingerichtet wurde. Bleiben wir aber im Mittelalter und bewundern zuerst den Palazzo Pretorio mit seinen steinernen Wappen und dann die grosse Rocca (Burg) aus dem Jahr 1352 (heute Sitz der Gemeinde) mit ihren beiden ungleichen, befestigten Wehrtürmen. Zum grössten Teil intakt ist der mächtige Mauerring des Ortes, wo im östlichen Teil noch zwei Rundtürme erhalten sind, die nach den Zeichnungen des grossen Sieneser Architekten Francesco di Giorgio erbaut wurden. In der Nähe sollte man die Dörfer Mensano (früher eine gewaltige Burg und 1534 von Florenz zerstört) mit der schönen Pfarrkirche San Giovanni aus dem 11. Jahrhundert und Pievescola mit der eindrucksvollen, dreischiffigen, romanischen Kirche besichtigen.

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