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Insel Hiddensee

Vorsicht stressfreie Zone!
Hiddensee ist geprägt von breiten Sandstränden im Süden, Heidelandschaft und Salzwiesen in der Mitte und Hochland mit Ginsterbüschen, Wald und beeindruckender Steilküste im Norden. Die großen Neulandbildungen im Nordosten (Alter und Neuer Bessin) und Süden (am Gellen) bieten Lebensraum für zahlreiche wirbellose Tiere, wie Würmer und Muscheln. Diese dienen dann vielen Zugvögeln als Nahrung. So ist die Inselumgebung einer der bedeutendsten Kranichrastplätze Deutschlands. Die Südspitze der Insel sowie der Neue Bessin wurden deshalb der Schutzzone I zugeordnet und dürfen nicht betreten werden. Die Zwergseeschwalbe, eine vom aussterben bedrohte Vogelart, findet hier ihr geschütztes Brut- und Rastgebiet genauso wie Kraniche, Gänse, Enten und Wattvögel.

Die Insel Hiddensee wird von den Einheimischen auch „Sötes Länneken“, süßes Ländchen, genannt. Der Name „Hedinsey“ taucht schon im 12. Jahrhundert auf und bedeutet „Insel des Hedin“. Der legendäre Norwegerkönig Hedin soll hier um eine Frau oder um Gold gekämpft haben. Unter dänischer Herrschaft war „Hedins-Oe“ gebräuchlich. Noch 1880 hieß die Insel auch in deutschen Karten Hiddensjö. Daraus wurde dann im Sprachgebrauch der Einheimischen „Hiddensee“. Die Bevölkerung lebte von Landwirtschaft und Fischfang, bis Ende des 19. Jahrhunderts der Tourismus einsetzte und aus Fischern und Landwirten gute Gastgeber wurden. Hiddensee entwickelte sich zu einem beliebten Urlaubsort für prominente Zeitgenossen aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Albert Einstein, Sigmund Freud oder Hans Fallada liebten dieses inspirierende Fleckchen Erde, welches trotz steigender Besucherzahlen bis heute fasziniert.
Regionsbeschreibung
Neuendorf
Neuendorf im Zentrum von Hiddensee, hat sich mit seinen weiß gekalkten Häusern den ursprünglichen Charakter eines Fischerdorfes bewahrt. Es gibt keine Mitte und keine Zäune. Breite Sandstrände und Wanderpfade bieten viel Platz zum Erholen. Einzelne Häuser sind meist nur durch eine Wiese verbunden. Die gesamte Ortschaft steht unter Denkmalschutz und zwischen grünen Wiesen und reetgedeckten Häusern findet man Harmonie und Ruhe. Im Norden erstreckt sich bis Vitte eine Dünenheide, die im Sommer violett erstrahlt, wenn die Blumen blühen. Es gibt auch einen 12 m hohen Leuchtturm, der circa 2,5 km entfernt ist. Im Süden liegt Gellen, ein wichtiges Vogelschutzgebiet, was zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gehört und nicht betreten werden darf.

Vitte
Vitte ist mit 650 Einwohnern der größte und zentrale Ort und befindet sich ungefähr vier Kilometer nördlich von Neuendorf. Besonderer Anziehungspunkt ist die blaue Scheune, das letzte erhaltene Rauchhaus“ der Insel. Das Gebäude wird so genant, weil es keinen Kamin gibt und der Rauch durch die Ritzen und Spalten im Dach abzieht. Man kann sich in Vitte einen Kremser mieten oder Fahrräder ausleihen. Für das leibliche Wohl bietet der Ost zahlreiche Restaurants, Gaststätten, Kneipen und Cafés. Darüber hinaus gibt es ein Zeltkino  und das Puppentheater „Seebühne Hiddensee“. In Richtung Neuendorf, im Süden, reihen sich reetgedeckte Häuser und grüne Vorgärten aneinander und im Norden, in Richtung Kloster stehen traditionelle Fischerhäuser.

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