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Am Hafen in Gargnano
Am Hafen in Gargnano

Gargnano


Den größten Zustrom religiös interessierter Touristen in der Gemeinde Brenzone hat sicherlich Gargnano zu verbuchen. Ein Grund hierfür sind die Ordensschwestern der Heiligen Familie, Piccole Suore della Sacra Famiglia, die jeden einzelnen Besucher geduldig durch ihr Zuhause führen.
Man bekommt das Mausoleum ihres 1874 verstorbenen "Vaters" und Ordensgründers, Priester Beato Giuseppe Nascimbeni, sein lebensgroßes Abbild in Wachs, die Kapelle und den Klingelbeutel zu sehen. Zwar sprechen die Schwestern nur italienisch, doch auch wenn man nicht alles versteht, lohnt sich der kleine Ausflug in die friedliche Welt des altehrwürdigen Klosters und seiner fromen Bewohnerinnen.

Nur 1 km südlich vom Konvent und Ortszentrum liegt inmitten eines Zypressen bestandenen Friedhofes die romanische Kirche San Zeno aus dem 11. Jahrhundert. Sie gilt als eine der ältesten am gesamten Ostufer des Lago di Garda. Ihre Mauern werden von einem Fundament aus römischer Zeit getragen.

Der Volksmund hat das Kirchlein auf San Zeno de I´ Oselet ("zum Vögelchen") getauft: Sieht man den die Kirchturmspitze krönenden Hahn von der Ferne, wirkt dieser wie ein kleiner Vogel.

Die Pfarrkirche San Martino wurde ursprünglich im 11. Jahrhundert auf den Ruinen eines römischen Gebäudes errichtet. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie nach den Plänen des Architekten Rodolfo Vantini vergrößert. Nach diesem Projekt wurden zwei große Kuppeln errichtet, welche fünf Altäre mit Gemälden von Andrea Celesti, Andrea Bertanza und G. Bettino Cignaroli enthalten.

Das Kloster San Francesco wurde im Jahre 1266 von den Franziskanern gegründet, während die Kirche 1289 errichtet wurde. Der Innenhof des Klosters ist von Bogengängen umgeben, dessen Säulen Kapitelle mit Tiefreliefs von Fischen und Vögeln von Blättern und Früchten der Zitronen und Zedern tragen.

Das ehemalige Gemeindehaus wurde im 16. Jahrhundert in elegantem klassischem Stil errichtet. Seine architektonischen Linien verweisen auf Todeschini (1524-1603) und beherrschen den Platz und den Hafen. Ein unter dem Bogengang gelegener Gedenkstein erinnert an die Bombardierung von 1866.

Die Villa Bettoni ist ein Werk des Architekten Adriano Cristoferi (18. Jahrhundert) und gilt als schönster architektonischer Bau des Gardasees. Die Villa mit ihren breiten Freitreppen wird von einer Balustrade überragt, welche mit Steinstatuen aus der Mythik geschmückt ist. Villa Bettoni enthält kostbare Kunstwerke: Gemälde von Palma dem Älteren, Canaletto, Paolo Veronese, Andrea Celesti und Pitocchetto sowie antike Möbel, seltene Bücher, Stucke und Dekorationen. Sehr effektvoll ist der von Amerigo Pierallini angelegte Garten, der sich inmitten eines Halbrunds befindet.

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