Geschichte und Tradition
Den Namen erhielt die Halbinsel im Mittelalter als der Slawenfürst Jaromar II den Mönchen von Eldena die Halbinsel Reddevitz schenkte. Lange Zeit war sie durch den nördlich von Baabe gelegenen Mönchgraben vom Mutterland Rügen getrennt. Darum konnten bis heute viele Traditionen bewahrt werden. Die Mönchguter leben seit alters her in enger Verbindung mit der Natur. Sie waren Bauern, Fischer oder Lotsen. Die Landschaft und die Dörfer, Gebäude, Sitten und Bräuche spiegeln dies auch heute noch wieder. Nun sind sie gute Gastgeber und haben sich längst auf die Gäste aus den großen Städten eingestellt. Die touristische Infrastruktur ist hervorragend. In den letzten Jahren sind zahlreiche Hotels, Appartements und FerienWohnungen entstanden.
LandschaftAufgrund seiner Einzigartigkeit wurde die gesamte Halbinsel Mönchgut einschließlich der Granitz und Teilen des Boddens und er Außenküste 1990 zum Biosphärenreservat erklärt. Das Reservat hat eine große Bedeutung als Rast- und Brutrevier für Zugvögel, hauptsächlich verschiedenen Gänsearten wie Grau-, Saat- und Blässgänse. Man findet dort Bienenarten wie z.B. die Pelz-, Furchen- und Kegelbiene und die Gold- und Faltenwespe. in den küstennahen Bereichen des Greifswalder Boddens sind Seegras-, Rot- und Grünalgenbestände Laichgebiet der Ostseeheringe. Hier wird die Natur geschützt, weil es schon immer selbstverständlich war. Harmonische Gegensätze prägen die Halbinsel, die aus mehreren Landzungen besteht und von drei Seiten vom Wasser umspült wird. Hügelige Boddenlandschaft, weit geschwungene Sandstrände, steile Kliffs, bizarrer Küstenwald, Wanderwege und sanfte Wiesen laden zu erholsamen Entdeckungstouren zu Fuß oder mit dem Fahrrad in ständiger Nähe zum Wasser ein – zu allen Jahreszeiten. Der Lotsenturm am südlichsten Zipfel der Halbinsel, dem Südperd, ist verführerisches Ziel einer Strandwanderung. Mit etwas Glück kann man nach Herbststürmen hier Bernstein finden. Bei Wanderungen durch die Zickerschen Berge bekommt man einen wunderschönen Blick auf den Greifswalder Bodden und auf die Ostsee.
Die GranitzIm Südosten der Insel Rügen grenzt nördlich der Halbinsel Mönchgut die Granitz, der größte zusammenhängende Wald der Insel. Dieses Wanderparadies zählt zu den anmutigsten Landschaften. Sie liegt zwischen den mondänen Ostseebädern Binz und Sellin und wurde ebenso wie die Halbinsel Mönchgut 1990 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen erklärt. In der Granitz liegt der 23 ha große Schwarze See sowie einige Kesselmoore. Diese Region ist als Totalreservat ausgewiesen und ist nur für Wanderer und Radfahrer über den Radwanderweg von Binz aus zugänglich. Über einen kleinen Holzsteg kann man bis auf den See gelangen.Auf der höchsten Erhebung der Granitz, dem 107 m ü. NN hohen Tempelberg, ließ der Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus im 19. Jahrhundert das Jagdschloss Granitz errichten. Es zählt zu den meistbesuchten Schlössern in Mecklenburg-Vorpommern.Die Strandpromenade in Binz lädt zum Flanieren ein, es bieten sich Ausflugsmöglichkeiten mit den Bäderschiffen zu den Kreidefelsen oder zur Insel Usedom, die Seebrücke in Sellin mit Ihren prächtigen Aufbauten zum Wandeln über das Wasser. Von hier aus verbindet sich Rügensche Bäderbahn, der „Rasende Roland“ die Badeorte Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Moritzburg, der Hafen von Seedorf und der Selliner See, die Hünengräber bei Lancken-Granitz.