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Hafen am Gardasee
Hafen am Gardasee

Lazise


Lazise, das sich seinen mittelalterlichen Charakter über die Jahrhunderte hinweg erhalten konnte, gehört zu den stimmungsvollen Städtchen am Gardasee. Autos und Omnibusse müssen vor einem der drei Stadttore zurückgelassen werden, und so ist der Lazise-Besucher gezwungen, das ehemalige Fischerdorf auf Schusters Rappen zu erkunden.

Wie alle Städte entlang des Ostufers bestückte das Herrschergeschlecht "della Scala" aus Verona auch Lazise mit einer mächtigen Wehranlage. Zeugen dieser Zeit (13. und 14. Jahrhundert) sind außer der mit Schwalbenschwanzzinnen gekrönten Stadtmauer auch das sechstürmige Kastell. Hinter dessen mächtigen Wehrmauern versteckt sich die liebliche Altstadt mit ihrem weit in die bunten Häuserzeilen hineinragenden Hafenbecken.

Unübersehbar ist die Ende des 12. Jahrhundert errichtete romanische Kirche San Nicolò, die dem Patron der Schiffer geweiht wurde. Anfang des 18. Jahrhundert wurde das heruntergekommene Gotteshaus zweckentfremdet und diente fahrenden Händlern und Landstreicher als nächtliches Quartier. Heute bietet ein sonntäglicher Besuch in eben dieser Kirche ein Erlebnis der besonderen Art: ein evangelischer Gottesdienst in deutscher Sprache (Mai-Septembers). Ende des vorigen Jahrhunderts war hier ein Theater untergebracht, bis man die Kirche 1953 restaurierte, und dabei Fresken aus dem 14. Jahrhundert fand. Ein venezianisches Zollgebäude, genannt Dogana Veccia aus dem 17. Jahrhundert schließt unmittelbar an die Kirche an. Der 900 Quadratmeter große und zehn Meter hohe Innenraum diente einst der venezianischen Flotte als Zoll- und Lagerhaus. Heute finden hier Konzerte und Ausstellungen statt.

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