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Altstadt von Peschiera
Altstadt von Peschiera

Peschiera


Das schon in prähistorischer Zeit besiedelte Hafenstädtchen Peschiera ist seit jeher ein strategisch wichtiger Punkt, denn hier verlässt der Fluss Mincio den von Gebirgsbächen gespeisten Gardasee. Im Mittelalter machte man ihn schiffbar und schuf somit eine Verbindung zur Adria.

Heute bildet der Fluss die natürliche Grenze zwischen Venetien und der Lombardei. Seinen Namen gaben dem einstigen Fischerdorf um 740 die Langobarden. Abgleitet von dem italienischen Wort pesce (Fisch) entwickelte sich der Name Peschiera, was dem Fischreichtum der Gegend Ausdruck geben sollte. Zur Zeit der Römer hieß der Ort Arilica und war bereits durch eine Festung geschützt.

Die heutige Bastion mit ihrer 2250 Meter langen Mauer stammt aus der venezianischen Zeit um 1555 als Michele Samicheli und Guidobaldo d´ Urbino Festungsbaumeister der Dogen waren. Napoleon Bonaparte ließ die Anlage 1790 verstärken. Gleiches geschah nach dem Frieden von Villafranca unter der Herrschaft der Habsburger, die die Festungen von Peschiera, Verona, Mantua und Legnano zum strategisch wichtigen Verteidigungsviereck ausbauten. Erst 1866, als sich die Österreicher mit den Preußen im Krieg befanden, gelang es dem König von Italien Viktor Emanuel II., auch noch Venetien zu seinem Reich dazuzuzählen. Die neuen Grenzen gegen die vertriebenen Österreicher wurden im Trentino gezogen, und somit verlor das zuvor unüberwindbare Festungsviereck an seiner strategischen Bedeutung.

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